Entdecke Afrika im Sattel

Fünf Länder. Fünf ganz eigene Welten.

Namibia, Südafrika, Eswatini, Simbabwe und Botswana – jedes dieser Länder ist einzigartig und hat seinen ganz eigenen Charakter. Die Landschaften, die Menschen, die Tierwelt und auch die Art, wie man ein Land erlebt, unterscheiden sich teilweise ganz erheblich.

Deshalb möchten wir dir auf den folgenden Seiten einen kleinen Einblick in unsere Reiseländer geben: Was macht das jeweilige Land besonders? Was erwartet dich vor Ort? Und welche Erfahrungen kannst du bei einer Reise mit Hoof & Travel sammeln?

Dabei gilt für uns: Kein Reiseführer kann dir ein Land so näherbringen wie das eigene Erleben.

Was eine Person an Namibia liebt, begeistert vielleicht jemand anderen an Simbabwe. Manche verlieben sich in die Weite und Ruhe Botswanas, andere in die faszinierende Vielfalt Südafrikas.

Und genau das erleben wir auch bei unseren Kundinnen und Kunden immer wieder: Manche reisen mit uns einmal in ein Land und sind bei der nächsten Buchung neugierig auf das Nächste. Andere finden „ihr“ Land – und kommen immer wieder zurück. Wir haben Kundinnen und Kunden, die inzwischen bereits ihren vierten Aufenthalt im selben Land mit uns planen.

Jedes Land hat seine ganz eigenen Besonderheiten, seine kleinen Überraschungen und seine ganz persönlichen Lieblingsmomente. Deshalb möchten wir dir keine Rangliste präsentieren und dir auch nicht sagen, welches Land „das Beste“ ist.

Jedes Land bringt seine eigene Geschichte mit – und nicht alle Kapitel davon sind leicht. Wir empfehlen unseren Kundinnen und Kunden deshalb ausdrücklich, sich vor einer Reise mit der Geschichte und den historischen Hintergründen des jeweiligen Landes auseinanderzusetzen. Denn wer ein Land wirklich kennenlernen möchte, sollte nicht nur seine Landschaften, Tierwelt und Kultur erleben, sondern auch verstehen, welche Ereignisse und Entwicklungen das Land und seine Menschen bis heute geprägt haben. Wir möchten mit unseren Länderinformationen dazu einen kleinen Anstoß geben und gleichzeitig dazu ermutigen, sich selbst noch intensiver mit diesen Themen zu beschäftigen.

Wir möchten dir zeigen, was jedes einzelne Land so besonders macht – und dir die Entscheidung überlassen, welches Abenteuer zu dir passt.

Denn am Ende kann man Afrika nicht beschreiben. Man muss es selbst erleben (und immer wieder zurückkehren).

Namibia

Namibia fühlt sich für viele unserer Teilnehmerinnen zunächst wie der „sanfte Einstieg“ ins südliche Afrika an. Durch die deutsche Kolonialherrschaft sind deutsche Spuren bis heute vielerorts sichtbar – von der Sprache über Architektur bis hin zu Orts- und Straßennamen. Einige Menschen sprechen noch Deutsch und gerade Orte wirken dadurch auf den ersten Blick überraschend vertraut und heimelig.

Gleichzeitig darf diese vermeintliche Vertrautheit nicht darüber hinwegtäuschen, dass hinter diesem Teil der Geschichte ein dunkles und bis heute schmerzhaftes Kapitel steht: Zwischen 1904 und 1908 verübte die deutsche Kolonialmacht einen Völkermord an den Völkern der Herero und Nama. Deutschland erkennt diese Verbrechen erst seit 2021 offiziell als Völkermord an und trägt dafür historische und moralische Verantwortung. Die Aufarbeitung dieser Geschichte und die Versöhnung mit Namibia sind bis heute wichtige Themen in den deutsch-namibischen Beziehungen.

Die Landschaften sind weit, trocken und wirken manchmal fast unwirklich schön. Namibia gehört zu den trockensten Ländern der Welt – und genau diese extremen klimatischen Bedingungen sorgen auch für teilweise beeindruckende Temperaturunterschiede. Im Sommer können die Temperaturen auf über 40 °C steigen, während es im Winter nachts, insbesondere in höher gelegenen und trockenen Regionen, sogar frieren kann.

Auch die Infrastruktur ist im Vergleich zu anderen Ländern im südlichen Afrika für viele Reisende unkomplizierter. Kleine Einkäufe oder Supermarktbesuche sind – je nach Ort – meist deutlich einfacher möglich als beispielsweise in Simbabwe. Gleichzeitig gehört die Abgeschiedenheit vieler Regionen zu dem, was Namibia so besonders macht.

Und dann ist da noch die unglaubliche Weite: Namibia ist fast doppelt so groß wie Deutschland, Österreich und die Schweiz zusammen. Auf dieser riesigen Fläche leben gerade einmal rund 3 Millionen Menschen. Zum Vergleich: In Deutschland, Österreich und der Schweiz leben zusammen rund 102 Millionen Menschen.

Namibia ist vor allem für seine weiten Landschaften, besondere Naturmomente und das sogenannte „Plains Game“ vom Pferderücken aus bekannt. Giraffen, Zebras und zahlreiche Antilopenarten können je nach Region Teil des Reiterlebnisses sein. Große Wildtiersichtungen wie Elefanten oder Löwen direkt vom Pferd aus sind dagegen eher nicht typisch für klassische Reiterlebnisse in Namibia. Wer auf dem Pferderücken durch diese endlose Landschaft reitet, erlebt dafür etwas anderes: Weite, Ruhe und das Gefühl, wirklich mitten in der namibischen Natur unterwegs zu sein.

Good to know

  • Währung: Namibischer Dollar (NAD); auch der südafrikanische Rand wird als Zahlungsmittel verwendet. Als grober Richtwert gilt etwa 1 € ≈ 20 NAD – der tatsächliche Wechselkurs kann schwanken.

  • Visum: Deutsche Staatsangehörige benötigen für touristische Aufenthalte ein Visum. Dieses kann vorab online beantragt oder bei der Einreise als Visa on Arrival erhalten werden. Die Gebühr beträgt aktuell N$ 1.600, also etwa 85–90 € je nach Wechselkurs (Stand 08/26).

  • Besonders gut geeignet für: Afrika-Erstreisende, Naturliebhaberinnen und alle, die sich nach Weite, Ruhe und spektakulären Landschaften sehnen

Hier gibt's Infos vom Auswärtigen Amt für Namibia

Funfacts

  • Beim Einkaufen kann einem Namibia manchmal erstaunlich vertraut vorkommen: In einigen Supermärkten findet man tatsächlich deutsche Produkte und Eigenmarken deutscher Supermarktketten. Ein kleines Stück Heimat am anderen Ende der Welt.

  • In Namibia kannst du auch mit dem südafrikanischen Rand bezahlen – in Südafrika aber nicht mit dem Namibia Dollar

Südafrika

Südafrika ist wahrscheinlich das vielseitigste Land unserer Projekte – und genau das macht es für viele unserer Teilnehmerinnen so besonders. Hier treffen beeindruckende Landschaften, wilde Küsten, lebendige Städte und unglaubliche Tiererlebnisse aufeinander.

Der Tourismus ist in Südafrika deutlich stärker entwickelt als in vielen anderen Ländern des südlichen Afrikas. Besonders der Safaritourismus rund um den Kruger-Nationalpark und die zahlreichen privaten Wildreservate ist sehr professionell organisiert. Viele unserer Projekte befinden sich auf privaten Reservaten oder größeren Farmen und ermöglichen dadurch intensive Wildlife-Erlebnisse – sowohl vom Auto als auch vom Pferderücken aus.

Auch Big Game kann hier Teil des Aufenthaltserlebnisses sein: Je nach Projekt kannst du beispielsweise Elefanten, Löwen, Nashörner oder Geparden erleben – manchmal tatsächlich näher, als man es sich vorher vorstellen konnte. Trotzdem gilt natürlich immer: Jedes Projekt ist anders und Wildtiersichtungen lassen sich niemals garantieren.

Gleichzeitig ist Südafrika ein Land voller Gegensätze. Kapstadt kann sich an manchen Stellen beinahe europäisch anfühlen, während die sozialen und wirtschaftlichen Unterschiede an anderen Orten sehr deutlich sichtbar werden. Die Schere zwischen Arm und Reich ist in Südafrika groß und prägt vielerorts das alltägliche Leben. Gerade diese Gegensätze machen das Land komplex und spannend – und gehören zu einem ehrlichen Bild Südafrikas dazu.

Auch klimatisch ist Südafrika unglaublich vielfältig. Während in Kapstadt und der Western-Cape-Region vor allem im Winter Regen fällt, ist der Großteil des restlichen Landes durch sommerliche Niederschläge geprägt. Dadurch kann sich das Wetter je nach Region und Reisezeit erheblich unterscheiden.

Wie bei all unseren Reiseländern ist auch die Geschichte Südafrikas komplex und hat die heutige Gesellschaft nachhaltig geprägt. Die Apartheid gehört dabei zu den dunkelsten Kapiteln der südafrikanischen Geschichte. Ab 1948 wurde die rassistische Trennung durch zahlreiche Gesetze systematisch institutionalisiert. Menschen wurden nach ihrer Hautfarbe kategorisiert, voneinander getrennt und in ihren Rechten und Freiheiten massiv eingeschränkt. Millionen Menschen verloren unter anderem ihre Heimat oder wurden zwangsweise umgesiedelt. Erst mit den ersten demokratischen Wahlen 1994 endete die Apartheid offiziell. Ihre Auswirkungen sind bis heute in Südafrika spürbar.

Good to know

    • Währung: Südafrikanischer Rand (ZAR); als grober Richtwert gilt etwa 1 € ≈ 20 ZAR – der tatsächliche Wechselkurs kann schwanken.

     

    • Visum: Deutsche Staatsangehörige benötigen für kurzfristige touristische Aufenthalte grundsätzlich kein Visum. Bei der Einreise wird in der Regel eine Besuchsgenehmigung für die Dauer der geplanten Reise, maximal 90 Tage, erteilt (Stand 08/26)

     

    • Besonders gut geeignet für: Wildlife-Fans und alle, die möglichst viele Facetten des südlichen Afrikas kennenlernen möchten

    Hier gibt's Infos vom Auswärtigen Amt für Südafrika

    Funfacts

    • Loadshedding: Vielleicht hast du schon einmal von „Loadshedding“ gehört. Damit wurden in Südafrika geplante, zeitweise Stromabschaltungen durch den staatlichen Versorger Eskom bezeichnet, mit denen das Stromnetz vor einer Überlastung geschützt werden sollte. Für viele Jahre gehörte das zum südafrikanischen Alltag. Seit Mai 2025 gab es kein Loadshedding mehr. Ein kleines Stück südafrikanische Geschichte, das unsere jüngeren Teilnehmerinnen hoffentlich nur noch aus Erzählungen kennenlernen werden.

     

    • Der Namibia Dollar & Südafrikanische Rand sind in ihrem Wert gekoppelt, du kannst in Südafrika allerdings nur mit dem Südafrikanischen Rand bezahlen.

    Eswatini

    Eswatini wird oft unterschätzt – und genau das macht das kleine Königreich für viele so besonders.

    Das Land wirkt ruhiger, persönlicher und oft ein wenig verwunschen. Viele unserer Teilnehmerinnen fühlen sich hier besonders schnell willkommen. Gleichzeitig bekommt man einen intensiveren Einblick in die lokale Kultur und das alltägliche Leben, als es in vielen größeren und touristisch stärker erschlossenen Regionen des südlichen Afrikas möglich ist.
    Auch landschaftlich hat Eswatini einiges zu bieten: Von grünen Bergen und weitläufigen Tälern bis hin zu trockeneren Regionen verändert sich das Landschaftsbild innerhalb des kleinen Landes. Die Sommer sind überwiegend warm und regenreich, während die Winter trockener und deutlich kühler sein können – insbesondere in den höher gelegenen Regionen.

    Auch für Wildlife-Fans ist Eswatini spannend. Ähnlich wie in Namibia steht beim Reiten vor allem das Plains Game im Mittelpunkt. Je nach Projekt kannst du beispielsweise Zebras, Giraffen, Antilopen oder andere Wildtiere vom Pferderücken aus erleben.

    Good to know

    • Währung: Lilangeni (SZL); der südafrikanische Rand wird ebenfalls akzeptiert. Als grober Richtwert gilt etwa 1 € ≈ 20 SZL – der tatsächliche Wechselkurs kann schwanken.
    • Visum: Deutsche Staatsangehörige benötigen für touristische Aufenthalte grundsätzlich kein Visum. Bei der Einreise wird eine Aufenthaltserlaubnis erteilt. (Stand 08/26)
    • Besonders gut geeignet für: Alle, die ein kleineres, ruhigeres und authentischeres Land abseits der großen Touristenströme kennenlernen möchten.

    Hier gibt's Infos vom Auswärtigen Amt für Eswatini

    Funfact

      • Eswatini ist eines der wenigen Länder Afrikas mit einer absoluten Monarchie. König Mswati III. ist das Staatsoberhaupt des Landes – und die traditionelle Kultur und das Königshaus spielen bis heute eine wichtige Rolle im gesellschaftlichen Leben.

      Simbabwe

      Simbabwe fühlt sich oft ursprünglicher, wilder und weniger touristisch an als viele andere Länder im südlichen Afrika. Genau das macht das Land für abenteuerlustige Reisende so besonders.

      Viele unserer Partner liegen hier sehr abgelegen und mitten in der Natur. Dadurch erlebt man Afrika hier noch einmal auf eine ganz andere Art: Supermärkte oder spontane Shoppingtrips sind nicht selbstverständlich, WLAN und Netzabdeckung können eingeschränkt sein und manchmal gehört ein bisschen Flexibilität einfach zum Reiseerlebnis dazu.

      Auch die Tierwelt ist beeindruckend. Je nach Region und Projekt sind Begegnungen mit Elefanten, Löwen, Büffeln, Giraffen und vielen weiteren Wildtieren möglich. Besonders schön ist dabei, dass sich die Natur nicht immer an menschliche Grenzen hält – Wildtiere bewegen sich frei zwischen verschiedenen Schutzgebieten und Lebensräumen, Reservate sind oft nicht mit Zäunen von der Außenwelt abgetrennt.

      Simbabwe ist die Heimat der Victoriafälle – einer der größten und beeindruckendsten Wasserfälle der Welt. Sie liegen an der Grenze zwischen Simbabwe und Sambia und sind auf der Seite Simbabwes als „Victoria Falls“ bekannt.

      Good to know

        • Währung: US-Dollar (USD) werden im Alltag häufig verwendet.
        • Einreise: Für deutsche Staatsangehörige gelten je nach Einreiseart unterschiedliche Bestimmungen. Die aktuellen Visa- und Einreiseinformationen sollten vor der Reise geprüft werden (Stand 08/26)
        • Besonders gut geeignet für: Abenteuerlustige, Naturliebhaberinnen und alle, die sich auf ein etwas weniger planbares, dafür umso authentischeres Afrika-Erlebnis einlassen möchten.

        Hier gibt's Infos vom Auswärtigen Amt für Simbabwe

        Funfact

          • Schon mal einen Geldschein mit 100 Billionen Dollar gesehen? In Simbabwe gab es ihn tatsächlich! Während der extremen Hyperinflation im Jahr 2008 verlor der Zimbabwe-Dollar so rasant an Wert, dass immer größere Banknoten gedruckt wurden – bis hin zum legendären 100-Trillionen-Dollar-Schein. Die Scheine werden unwissenden Touristen beispielsweise an den Victoriafällen zum Kauf angeboten – nur sind die Scheine nichts mehr wert, außer vielleicht eine lustige Urlaubserinnerung!

          Botswana

          Botswana ist das Land für alle, die Wildnis, Weite und das Gefühl von echter Abgeschiedenheit suchen.

          Mit riesigen, dünn besiedelten Landschaften, dem Okavango-Delta und einigen der beeindruckendsten Wildtiergebiete Afrikas gehört Botswana zu den ursprünglichsten Reisezielen des südlichen Afrikas. Hier kann sich eine Safari ganz anders anfühlen als in stärker touristisch erschlossenen Regionen: weniger Menschen, viel Natur und oft das Gefühl, wirklich mitten in der Wildnis zu sein.

          Besonders faszinierend ist die Kombination aus Wasser und Wüste. Das Okavango-Delta verwandelt sich jedes Jahr in eine riesige Wasserlandschaft – mitten in einer ansonsten trockenen Region. Je nach Jahreszeit und Projekt kannst du Botswana vom Pferderücken, im Fahrzeug oder auf dem Wasser erleben.

          Auch hier gilt: Wildtiere halten sich nicht an unsere Grenzen. In vielen Regionen bewegen sie sich frei durch große zusammenhängende Lebensräume. Begegnungen mit Elefanten, Giraffen, Zebras, Antilopen und – je nach Gebiet – auch Löwen und anderen Raubtieren sind möglich.

          Good to know

            • Währung: Botswana Pula (BWP); in touristischen Regionen werden teilweise auch US-Dollar akzeptiert.
            • Visum: Deutsche Staatsangehörige benötigen für touristische Aufenthalte grundsätzlich kein Visum. Für längere Aufenthalte oder andere Aufenthaltszwecke gelten andere Bestimmungen.
            • Besonders gut geeignet für: Wildlife-Fans, Naturliebhaberinnen und alle, die sich nach Weite, Ruhe und einem besonders ursprünglichen Afrika-Erlebnis sehnen.

            Hier gibt's Infos vom Auswärtigen Amt für Botswana

            Funfact

              • Das Okavango-Delta liegt mitten in der Kalahariwüste – und trotzdem gibt es dort jedes Jahr riesige Wassermengen. Das Wasser stammt aus den Regenfällen im angolanischen Hochland und erreicht Botswana erst Monate später. So entsteht mitten in einer trockenen Landschaft eines der faszinierendsten Feuchtgebiete der Welt.

              Und schon kann die Reise deines Lebens starten!

              WORAUF WARTEST DU NOCH?